Die öffentliche Vernissage findet am Samstag, 24. November 2018, 17.30 Uhr in der Kunstzone der Lokremise statt. An der Vernissage werden die drei Gewinner bekannt gegeben sowie deren vollständige Fotoserien gezeigt. Von sechs weiteren Fotografinnen und Fotografen werden in der Ausstellung ebenfalls Bilder gezeigt. Im Anschluss an die Vernissage wird ein Apéro offeriert.

Die Lokremise: KULTURERBE aus Mauern und Geschichten

Fast wären bei der Lokremise St.Gallen die Abbruchbagger aufgefahren: 1988 sollte das Ringdepot mit 80 Metern Durchmesser für ein Postverteilzentrum dem Erdboden gleichgemacht werden. Doch dann schaltete sich der Heimatschutz ein und rettete das heute knapp 110-jährige Gebäude. Jetzt haben Tanz, Theater, Film, Kunst und Gastronomie ihren Platz, wo früher Dampfloks eingeheizt wurden.

In anderen Städten aber wurde abgerissen. Die Lokremise St.Gallen ist das grösste noch erhaltene Eisenbahndepot der Schweiz und damit ein Bauwerk von nationaler Bedeutung. Obwohl der Innenraum 2010 modern ausgebaut wurde, finden sich überall Spuren der Vergangenheit: Die Tische des Restaurants fahren auf originalen Schienen über den Betonboden, die Holztore zum grosszügigen Innenhof liessen früher Loks passieren, die Fassade mit ihren schlanken Säulen erinnert an den Jugendstil, der um die vorletzte Jahrhundertwende in St.Gallen angesagt war.

Im Inneren der Lokremise dominiert der Eindruck von Weite. Die Räume sind knapp sieben Meter hoch und fast ebenso hohe Fenster an der gesamten Fassade lassen viel Licht in das kreisrunde Gebäude. Darin finden sich zwei Theatersäle, ein ganzer Gebäudeflügel für Kunstausstellungen – und dazwischen eingebettet liegen das Restaurant «Lokal» und das «Kinok».

Doch Kulturerbe ist viel mehr als nur Mauerwerk. Als historischer Bau erinnert die Lokremise auch an St.Gallens «Golden Age», als die Stadt einer der weltweit wichtigsten Produktions- und Handelsplätze für edle Textilien war. Diese Epoche prägte die bauliche, soziale und wirtschaftliche Struktur der Stadt und ihres Umlandes für Jahrzehnte.

Der Export der Stoffe in die ganze Welt brauchte eine leistungsfähige Eisenbahn, weshalb mit der Vergrösserung des Bahnhofs auch 1903-1911 die Lokremise gebaut wurde. Es war die Zeit, in der Züge von St.Gallen direkt in die Modemetropole Paris fuhren – ohne Halt in Zürich. Heute ringt die Ostschweiz um bessere Zugverbindungen in ebendieses Zürich. Auch davon wird die Lokremise, direkt am St.Galler Gleisfeld gelegen, letztlich Zeitzeuge sein – so, wie sie es die letzten 107 Jahre schon war.

 

 

 

Die eingereichten Bilder dürfen nach Abschluss des Wettbewerbes von der Stiftung Lokremise für Kommunikationsmassnahmen (Infomaterial, Werbung, Social Media etc.) genutzt und verwertet werden. Dies mit Nennung des Fotografen bei Verwendung, ohne dass aber dafür eine zusätzliche Vergütung geschuldet wird. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Eine namhafte JURY aus Fachleuten wird die eingereichten Arbeiten beurteilen und die Sieger auswählen. Die Gewinner werden im September 2018 benachrichtigt und anschliessend öffentlich bekannt gegeben.

Jeck Valentin, Fotograf – www.jeck.ch
Kleber Maya, Potentiale.at, Künstlerische Leiterin – www.potentiale.at
Urs Wolf, Stürm Wolf Architekten Zürich – www.stuermwolf.net
Niedermann Michael, Leiter Kantonale Denkmalpflege – www.sg.ch/home/kultur.html
Dettling Michel, Produktionsleitung Fotolabor St.Gallen AG – www.foto-labor.ch
Veronese Nadia, Kuratorin und Leiterin Kunstverein St.Gallen – www.kunstmuseum.ch
Vorsitz der Jury Hadorn Mirjam, Geschäftsführerin Stiftung Lokremise – www.lokremise.ch

Wir danken im Weiteren folgenden Institutionen für die Unterstützung:
- Lienhard-Stiftung, Degersheim
- Departement des Innern, Denkmalpflege des Kantons St.Gallen
- Die Mobiliar, Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft, Generalagentur St.Gallen
- St.Galler Stadtwerke, St.Gallen
- Martel AG, St.Gallen
- Raiffeisenbank St.Gallen

Lokremise St.Gallen
Fotowettbewerb
Grünbergstrasse 7
9000 St.Gallen

www.lokremise.ch

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